Das Wohlergehen von Kindern im Fokus

Entwicklungspsychologische und -therapeutische Beiträge

Kinder und Jugendliche sind von den Entscheidungen ihrer Mütter und Väter mitbetroffen, wenn diese sich radikalen Ideologien oder extremistischen Gruppierungen zuwenden oder wenn sie gar terroristische Straftaten begehen. Die Auswirkungen für die Kinder können überaus schwerwiegend sein, wie beispielsweise eine Ausreise der Eltern in den sog. „Islamischen Staat“. Manche nahmen ihre Kinder mit oder gründeten vor Ort Familien. Ein Leben unter widrigsten Umständen, die Beteiligung an Gewalttaten, Flucht vor Krieg und Inhaftierungen folgten, mit traumatischen Folgen für die Kinder. Auch in rechtsextremistischen Zusammenhängen sind Familien mit Kindern oft involviert.

Wenn Kinder und Jugendliche durch ihre Familien in Kontakt zu extremistischen Angeboten und Lebenswelten kommen, vielleicht selbst Straftaten verüben (müssen) oder zu Opfern ideologischer Indoktrinierung werden, stellt sich zusätzlich zur Strafverfolgung der Erwachsenen dann auch die Frage der Rehabilitation der mitbetroffenen Kinder. Oftmals findet ihre psychische Gesundheit, ihre Entwicklung und ihr Wohlergehen noch zu wenig Berücksichtigung. Bestenfalls ist Rehabilitation eine Kooperation von Sicherheitsbehörden, Zivilgesellschaft, Kinder- und Jugendhilfe, Sozialpädagog*innen und therapeutischen Berufsgruppen.

Das Team von TRIAS Berlin bietet daher Folgendes an:

  • Wir bringen Fachwissen über psychische Entwicklung von Kindern im Kontext von Familienbeziehungen in Deradikalisierungs- und Rehabilitationsnetzwerke ein. Wir sind für Fallbesprechungen erreichbar, behandeln diese diskret und bringen Impulse in Fallkonferenzen ein, wenn diese mit komplexen Fällen (z. B. mit Eltern und Kindern) befasst sind. Wir sensibilisieren auch behördliche Akteur*innen für dieses Thema und behandeln den Austausch vertraulich. Wir tragen zur Mobilisierung geeigneter Hilfsangebote für Kinder bei und beziehen diejenigen Berufsgruppen ein, deren Beitrag für die Rehabilitation notwendig ist.
  • In Zusammenarbeit mit Psychotherapeut*innen für Kinder- und Jugendliche beraten wir Bezugspersonen von Kindern, die in radikalisierten Kontexten aufgewachsen sind, entwicklungspsychologisch. Wir bieten diesen Bezugspersonen einen geschützten Raum, um belastende und verunsichernde Erfahrungen, die durch die Radikalisierung eines Familienmitglieds (z. B. Sohn oder Tochter) und die Auswirkung auf die (Enkel-)Kinder entstehen, zu verarbeiten. Wir geben Anregungen, um die innere Welt der Kinder zu verstehen und ihnen hilfreich zur Seite zu stehen.

Gerne können Sie uns kontaktieren:

Kerstin Sischka, psychologische Psychotherapeutin (AP/TP)

Tel.: 0176 552 797 58

Email: trias-berlin@violence-prevention-network.de